Bella Italia 2016 – Tag 6

aus Bella Italia 2016

Pünktliche Abfahrt in Siena um 8 Uhr. Über Montalcino, diverse Fotostopps unterwegs und das bezaubernde Montepulciano haben wir die Toskana in Richtung Chioggia verlassen. Obwohl wir angesichts unseres strammen Programms an jedem Haltepunkt zeitlich recht eingeschränkt waren, haben wir ausführliche Foto-Strecken produziert.

So weit, so gut. Das Unheil begann, als wir einen Fotostopp am vermeintlich schönsten Haus der Toskana einlegen wollten und dieses Haus offensichtlich im Umbau und eingerüstet war. Also nix Foto, na gut. Glücklicherweise bot diese Gegend eine große Auswahl an tollen Alternativen.

Einen Halt, den wir trotz eines gewissen Zeitdrucks nicht canceln wollten, machten wir nördlich von Arezzo. Auf dem angepeilten Bauernhof, der Fattoria La Vialla, deckten wir uns mit allerlei toskanischen Spezialitäten ein. So schön dort und so lecker!🤤👌

 

Weiterfahrt mit Hindernissen

Auf dem weiteren Weg bremste uns ein Stau bei Florenz. Wir hatten in der ganzen Zeit vorher keinen einzigen Stau, aber hier hat es uns voll erwischt. Die Ankunftszeit im Navi sprang von 21 Uhr auf 00.30 Uhr. Doof, weil der Campingplatz um 21.30 Uhr dicht macht. Also der vorgeschlagenen „Umleitung“ des Navis folgen. Hier gab es auch mehrere Unfälle und Behinderungen, also wieder „Route neu berechnen“. Das Navi führte uns nach einer kleinen Irrfahrt und letztlich dritter Neuberechnung der Route über den Futa-Pass bis Imola.

Was bei einem Blick auf die Karte noch als Abkürzung hätte durchgehen können, stellte sich in der Realität als echter Bremsklotz heraus. Auf der sehr, sehr, seeeehr kurvenreichen und bergigen Strecke waren 50 km/h schon die Höchstgeschwindigkeit. Ach herrlich, diese engen Bergstraßen mit einem über 7 m langen Fahrzeug!🙈 Nebenbei erwähnt: Wir kamen an einem beginnenden Waldbrand vorbei und mussten selbst auf halbem Weg kurz stehenbleiben, um unsere bestialisch stinkenden Bremsen zu kühlen – auweia…was für ein Ritt!

Über zwei Stunden hat uns diese tolle Umleitung gekostet, bis wir bei Bologna endlich wieder auf die Autobahn fuhren. Die Kilometer wurden und wurden nicht weniger, trotz der erlaubten 130 km/h, die Carsten brav mit dem Mobil über die Autobahn gekachelt ist.

Fun fact: So kam es, dass wir den einzigen festen Termin in dieser Woche verpasst haben. Glücklicherweise wurden wir trotz einstündiger Verspätung noch auf den -scheinbar bis auf unseren Platz- voll besetzten Campingplatz gelassen, wo wir unter den Augen aller anderen Camper, aber mit freundlicher Unterstützung des Campingplatzbesitzers, unseren Stellplatz bezogen. Angekommen. Endlich!🙌