Wanderung von Zumaia nach Zarautz
Sonnige 28 Grad und gute 10 Kilometer vor uns – klingt nach einer gemütlichen Wanderung? Dachten wir auch. Am Ende war’s schweißtreibender, als wir uns das vorgestellt hatten, was vermutlich an der Luftfeuchtigkeit von 75% *(!)* gelegen haben dürfte.
Wasser, Wein und Weiden
Los geht’s in Zumaia: Der Weg startet an der kleinen Fußgängerbrücke über den Fluss Urola und führt uns zunächst über den Strand von Santiago, bevor er sich rechts von der N-634 wegschlängelt. Ab hier heißt es: rauf und runter über grüne Hügel, vorbei an Weinbergen, in denen der baskische Weißwein Txakoli wächst.
Linker Hand bieten sich zwischendurch immer wieder fantastische Ausblicke auf die zerklüftete Küste und auf Getaria mit seinem kleinen Hafen – fast so, als würde der Ort einfach im Meer sitzen. Rechter Hand wechseln sich Weinberge mit Kuhweiden ab. Kein Witz, zwischendurch hätte das auch das Allgäu sein können.




Seebad Zarautz
Nach rund 10 Kilometern erreichen wir Zarautz. Das Seebad mit knapp 23.000 Einwohnern ist ein hübscher Ort, der vor allem mit seinem 2,5 Kilometer langen, feinen, goldenen Sandstrand punktet – dem längsten Strand der ganzen baskischen Küste.
Den Rückweg gestalteten wir bequem mit dem Zug.



Baskisch für Anfänger
Zurück in Zumaia war Nahrungsaufnahme angesagt. Wie schon gestern war das ein schwieriges Unterfangen. Restaurants aller Art gibt es hier genug und die angebotenen Speisen sagen uns zu, nur…die baskische Sprache, also ehrlich – das könnte auch griechisch sein.
Das hat mit dem Spanisch, was ich mal in der Schule gelernt habe, genau 0 zu tun. San Sebastián heißt auf Baskisch zum Beispiel Donostia. Hier in der Nähe gibt es einen Ort namens Gaztelugatxe. Hallo heißt nicht hola, sondern kaixo; Tschüss heißt nicht adios sondern agur. Strand = Playa? Nein. Hondartza. Na klar.
Diese eigenwillige Sprache, die mitunter wie ein zufälliges Aneinanderreihen von Buchstaben wirkt, setzt sich zu unserem Leidwesen in den Speisekarten fort – au weia. Mit einer Mischung aus Spanisch, Englisch und einer Übersetzungsapp haben wir es gestern und heute geschafft, etwas Leckeres zu bestellen und allen Hindernissen zum Trotz sehr gut gegessen.
Als großen Pluspunkt notieren wir: Immerhin kommen uns die Essenszeiten sehr entgegen. Als wir gegen 16 Uhr hungrig von der Wanderung kamen, hatten mehrere Restaurants geöffnet. Klar, für die Einheimischen zählt das wahrscheinlich noch als Mittagessen.
Liebe Grüße aus dem Land der Zungenbrecher!